Your browser does not support JavaScript! Häufige Verhaltensprobleme | Petmeds.de
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Beißen, Kauen, Bellen und Kratzen sind ganz natürliche Verhaltensweisen bei unseren Haustieren. Aber wenn diese zum Ärgernis werden, hilft es, die Ursache zu verstehen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Es gibt einen Grund dafür, dass Ihr pelziger Freund sich etwas verrückt verhält, also finden wir heraus, warum.

Vorher sollte noch erwähnt werden, dass jegliche plötzliche Verhaltensänderung wie Angst oder Aggression von einem Tierarzt untersucht werden sollte, da Ihr Haustier möglicherweise an Schmerzen oder einer Krankheit leiden könnte. Und da Tiere uns nicht mitteilen können, was ihnen fehlt, müssen wir versuchen, sie zu verstehen.

Bellen wie verrückt

Hunde bellen, um mit uns und ihren Artgenossen zu kommunizieren. Bellen kann alles bedeuten – von Freude bis hin zu Angst. Vielleicht ist der Postbote ein Auslöser für Ihren Hund oder er dreht durch, wenn es an der Tür klingelt. Kurzes Bellen ist hier normal – das ist einfach die Art, auf die Ihr Hund Gäste begrüßt. Übermäßiges Bellen kann allerdings sehr störend sein und tritt häufig auf, wenn Hunde über längere Zeiträume alleine gelassen werden, sich langweilen, nicht genug Auslauf bekommen oder Angst haben.

Genauso tritt Kauen, Kratzen und Buddeln oft auf, wenn Hunde sich langweilen und frustriert sind. Es ist ihre Art der Beschäftigung.

Überlegen Sie einen Moment, ob Ihnen diese Szenarien bekannt vorkommen, denn wenn Sie den Grund kennen, können Sie besser an einer Lösung arbeiten. Vielleicht muss Ihr Hund häufiger Gassi geführt werden, um die überschüssige Energie loszuwerden, oder er braucht ein paar neue Spielzeuge, ein gemütliches Bett und ein eingeschaltetes Radio, um sich weniger einsam zu fühlen. Wenn Sie mehrere Stunden nicht da sein können, könnte ein Hundeausführer für die nötige Gesellschaft sorgen.

Wenn Hunde sich leicht aufregen und an Leuten hochspringen, kann ein Gehorsamkeitstraining helfen. Machen Sie einen Termin bei einem Verhaltensforscher oder gehen Sie mit Ihrem Hund zum Hundetraining. Dieses ist eine tolle Möglichkeit für Haustierbesitzer, zu lernen, wie man seinen Hund und unerwünschtes Verhalten in den Griff bekommt. Ihr Hund wird lernen, auf Befehle zu hören, und umgänglicher werden. Schließlich kommen Hunde nicht mit einer Gebrauchsanleitung dazu auf die Welt, wie man mit Menschen zusammenlebt!

Außerdem haben wir eine große Auswahl an wundervollen Produkten im Angebot, die Hunden (und Hundebesitzern) helfen, mit stressigen Situationen umzugehen. Es gibt beispielsweise Adaptil Pheromonhalsbänder, -zerstäuber, und -tabletten, die alle einen beruhigenden Effekt haben, Halsbänder, die das Bellen reduzieren, oder ungiftige Sprays wie Bitter-Apfel-Spray, die Ihr Haustier vom Nagen an Ihren wertvollen Besitztümern abhalten können.

Bestrafen Sie Ihren Hund niemals, denn dadurch wird das Problem nur noch schlimmer. Belohnen Sie stattdessen gutes Benehmen mit einem Snack oder werfen Sie einen Ball für Ihren Hund.

Katzen im Kratz-Fieber

So gut wie jeder Katzenbesitzer hat einmal mit Kratzspuren an Möbeln, Wänden oder Teppichen zu kämpfen. Aber bevor Sie Ihre Katze dafür schimpfen, dass sie sich an Ihrem Sofa ausgetobt hat, denken Sie daran, dass Kratzen eine natürliche Verhaltensweise bei Katzen ist. Soll heißen: Katzen müssen kratzen. Sie tun dies aus unterschiedlichen Gründen: um ihr Revier zu markieren, um ihre Krallen sauber und scharf zu halten, um Spannung abzubauen und um ihre Muskeln zu dehnen. Deswegen und aus anderen Gründen lieben es Katzen, zu kratzen!

Was können Sie also dagegen tun? Leiten Sie das Kratzen auf einen Kratzbaum um. Wir empfehlen mindestens einen pro Katze. Dieser muss senkrecht stehen sowie stabil und hoch genug sein (mindestens 90 cm). Platzieren Sie diesen beim Bett Ihrer Katze oder in der Nähe von Dingen, die nicht zerkratzt werden sollen.

Katzen hinterlassen ihren Geruch in ihren Kratzspuren. Sie werden also alle Spuren mit Wasser und Seife von Ihren Möbeln entfernen müssen. Anschließend können Sie Feliscratch auf dem Kratzbaum Ihrer Katze auftragen. Feliscratch gibt einen Geruch ab, der dem Ihrer Katze ähnelt, sodass diese sich von dem Kratzbaum natürlich angezogen fühlen wird.

Andere Probleme sind Markieren und Urinieren. Unsere Katzenfreunde sprühen Urin, um ihr Revier zu markieren oder um anderen Katzen ein Zeichen zu hinterlassen. Dies unterscheidet sich aber von dringendem oder häufigem Harndrang, dessen Ursache eine Blasenentzündung (wie Zystitis) sein kann. Sie fragen sich, wie sich Urinieren von Markieren unterscheiden lässt? Wenn Katzen urinieren, gehen sie in die Hocke, wenn sie markieren, stellen sie sich hin, wackeln mit dem Schwanz und tänzeln mit den Hinterbeinen. Besonders Kater produzieren extrem penetrantes Spray, das man höchstwahrscheinlich bemerkt.

Häufiges Markieren zuhause kann darauf hindeuten, dass Ihre Katze gestresst ist. Sie fühlt sich möglicherweise von anderen Katzen oder Veränderungen in ihrer Umgebung bedroht. Beispiele sind ein neues Haustier, ein neugeborenes Baby, Bauarbeiten oder sogar veränderte Gewohnheiten.

Wenn Sie die Gewohnheiten Ihrer Katze beobachtet haben und sich Ihre Vermutungen bestätigen, können Sie auch Folgendes ausprobieren:

  • Entfernen Sie Urin mit Seifenwasser und Desinfektionsmittel. Wenn Sie einen Fressnapf in der Nähe platzieren, verhindert das eventuell weiteres Markieren.

  • Katzen sind einzelgängerische Tiere und brauchen einen Ort für sich, an den sie sich zurückziehen können. Ein erhöhter Ort (wie ein Kratzbaum) hilft ihnen dabei, sich entspannt und sicher zu fühlen.

  • Verwenden Sie Feliway Classic, um Stress und Angst zu reduzieren, und/oder Feliway Friends, das nachweislich Spannungen in Haushalten mit mehreren Katzen reduziert.

  • Halten Sie unerwünschte Katzen mit der SureFlap Mikrochip Katzenklappe mit selektiven Einlass davon ab, ins Haus zu gelangen. Diese nutzt den Mikrochip Ihrer Katze als elektronischen Schlüssel.

  • Wenn das Markieren außer Kontrolle gerät oder von aggressivem Verhalten wie Kämpfen begleitet wird, ist eine Kastration eventuell eine Möglichkeit, um unerwünschtes Verhalten zu reduzieren.

Unser bester Ratschlag? Denken Sie daran, dass Haustiere trotz Kauen, Kratzen und Urinieren eine liebenswerte Persönlichkeit haben und auf ihre eigene Art perfekt sind.